Anzahl der PV-Module. Wie viele Solarmodule sind sinnvoll?
Wie viele PV-Module auf einem Haus sinnvoll sind, hängt nicht allein vom jährlichen Stromverbrauch ab. Entscheidend sind auch die verfügbare Dachfläche, die Leistung der einzelnen Module, Ausrichtung und Verschattung sowie zukünftige Verbraucher wie Wärmepumpe oder Elektroauto.
Deshalb sollte eine Photovoltaikanlage nicht einfach nach dem aktuellen Stromverbrauch dimensioniert werden. Wer heute beispielsweise 4.000 kWh Strom im Jahr benötigt, kann in einigen Jahren einen deutlich höheren Bedarf haben.
Wie viel kWp ergeben sich aus der Anzahl der PV-Module?
Moderne Solarmodule erreichen häufig Leistungen von etwa 430 bis über 500 Wattpeak (Wp). Die installierte Gesamtleistung lässt sich einfach berechnen:
Anzahl der PV-Module × Modulleistung = Anlagenleistung
Ein Beispiel mit 450-Wp-Modulen:
10 Module entsprechen 4,5 kWp
20 Module entsprechen 9,0 kWp
25 Module entsprechen 11,25 kWp
30 Module entsprechen 13,5 kWp
Damit lässt sich schnell abschätzen, welche PV-Leistung mit einer bestimmten Anzahl von Modulen erreicht werden kann.
Wie viele PV-Module passen auf mein Dach?
Nicht die gesamte Dachfläche kann automatisch mit Solarmodulen belegt werden. Dachfenster, Schornsteine, Gauben, Antennen oder andere Aufbauten reduzieren die nutzbare Fläche. Zusätzlich müssen Abstände und die tatsächlichen Abmessungen der gewählten Module berücksichtigt werden.
Ein typisches Solarmodul benötigt heute grob rund zwei Quadratmeter Fläche. 20 Module benötigen damit überschlägig etwa 40 Quadratmeter reine Modulfläche. Für eine genaue Planung sollte jedoch immer mit den tatsächlichen Modulmaßen gearbeitet werden.
Auch kleine Restflächen sind nicht automatisch sinnvoll nutzbar. Entscheidend ist, ob sich dort ein weiteres Modul technisch und wirtschaftlich sinnvoll unterbringen lässt.
Sollte das Dach möglichst vollständig belegt werden?
In vielen Fällen lohnt es sich, bei der Planung nicht zu knapp zu rechnen.
Der Strombedarf eines Gebäudes kann sich über die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage erheblich verändern. Ein Elektroauto, eine Wärmepumpe, eine Klimaanlage oder andere elektrische Verbraucher können den Eigenverbrauch später deutlich erhöhen.
Ist ausreichend geeignete und weitgehend unverschattete Dachfläche vorhanden, kann deshalb eine größere PV-Anlage sinnvoller sein, als ausschließlich den heutigen Stromverbrauch zugrunde zu legen.
Dabei sollte jedoch immer das Gesamtsystem betrachtet werden. Mehr Module bedeuten eine höhere Anlagenleistung, stellen aber auch entsprechende Anforderungen an Wechselrichter, elektrische Installation und gegebenenfalls den Netzanschluss.
Mehr Module bei Ost-West-Ausrichtung?
Auch die Dachausrichtung beeinflusst die sinnvolle Modulanzahl.
Ein Ost- oder Westdach erzielt je installiertem kWp häufig einen geringeren spezifischen Jahresertrag als eine optimal ausgerichtete Südfläche. Dafür stehen bei einem Gebäude möglicherweise beide Dachseiten zur Verfügung.
Dadurch können beispielsweise 24 oder 30 Module auf Ost und West insgesamt mehr Solarstrom erzeugen als eine deutlich kleinere Anlage, die ausschließlich auf einer begrenzten Südfläche installiert wird.
Deshalb sollte nicht nur der Ertrag eines einzelnen Moduls betrachtet werden. Entscheidend ist der Gesamtertrag der möglichen PV-Anlage.
Wie viele Module brauche ich für 10 kWp?
Die benötigte Modulanzahl hängt direkt von der Leistung der verwendeten Solarmodule ab.
Bei Modulen mit 450 Wp werden für 10 kWp rechnerisch etwa 22,2 Module benötigt. Da keine Teilmodule installiert werden können, ergeben beispielsweise 22 Module 9,9 kWp und 23 Module 10,35 kWp.
Mit leistungsstärkeren Modulen lässt sich dieselbe Anlagenleistung mit weniger Modulen erreichen.
PV-Modulanzahl mit dem Rechner bestimmen
Mit unserem PV-Rechner können Sie die Anzahl der Solarmodule verändern und direkt sehen, welche Anlagenleistung sich daraus ergibt und welchen Einfluss dies auf den möglichen Jahresertrag hat.
So können Sie beispielsweise vergleichen, welchen Unterschied 20, 25 oder 30 Module machen.
Gerade bei mehreren Dachflächen ist das hilfreicher als eine pauschale Empfehlung zur Modulanzahl. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Module zu installieren, sondern die vorhandene Dachfläche sinnvoll zu nutzen und die PV-Anlage passend zum Gebäude und zum zukünftigen Strombedarf zu planen.


