Energetische Sanierung planen. Welche Maßnahmen sind für mein Haus sinnvoll?

Wer ein älteres Haus besitzt und Energie sparen möchte, steht häufig vor der gleichen Frage: Welche Sanierungsmaßnahmen sind bei meinem Gebäude sinnvoll und womit sollte ich anfangen?

Neue Fenster, Dämmung, Wärmepumpe, Photovoltaikanlage oder doch zuerst das Dach? Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht. Entscheidend sind unter anderem das Baujahr und der energetische Zustand des Gebäudes, die vorhandene Heizung sowie die bereits durchgeführten Modernisierungen.

Mit unserem Sanierungs-Navigator erhalten Sie eine erste Orientierung. Anhand weniger Angaben zu Ihrem Gebäude zeigt Ihnen das Tool, in welchen Bereichen ein genauerer Blick sinnvoll sein kann und welche Maßnahmen bei einer weiteren Planung berücksichtigt werden sollten.

Wichtig: Der Sanierungs-Navigator ersetzt keine individuelle Energieberatung und keine Berechnung am konkreten Gebäude. Er dient als erste Orientierung für Eigentümer.

Sanierungs-Navigator: Machen Sie den ersten Gebäude-Check

Für eine erste Einschätzung benötigen Sie keine technischen Unterlagen. Beantworten Sie einfach einige Fragen zu Ihrem Gebäude.

Der Navigator berücksichtigt unter anderem:

  • Baujahr und Wohnfläche
  • vorhandenes Heizsystem
  • Zustand der Fenster
  • Dämmzustand des Gebäudes
  • vorhandene Photovoltaikanlage
  • Ihr persönliches Sanierungsziel

Aus Ihren Angaben entsteht eine erste Einschätzung des Modernisierungspotenzials. Gleichzeitig erhalten Sie Hinweise darauf, welche Bereiche Ihres Hauses bei einer energetischen Betrachtung besonders interessant sein könnten.

Rampf Energie-Check

Was sollte ich an meinem Haus zuerst sanieren?

Beantworten Sie sieben kurze Fragen. Der Sanierungs-Navigator erstellt daraus eine erste, unverbindliche Priorisierung möglicher Maßnahmen.

Baujahr des Gebäudes

Wann wurde das Gebäude ungefähr errichtet?

Bitte treffen Sie eine Auswahl.

Wohnfläche

Wie groß ist die beheizte Wohnfläche ungefähr?

Bitte treffen Sie eine Auswahl.

Aktuelle Heizung

Welches System beheizt das Gebäude hauptsächlich?

Bitte treffen Sie eine Auswahl.

Fenster

Wie schätzen Sie den Zustand der Fenster ein?

Bitte treffen Sie eine Auswahl.

Dämmung

Wie ist die Gebäudehülle gedämmt?

Bitte treffen Sie eine Auswahl.

Photovoltaik

Gibt es bereits eine PV-Anlage?

Bitte treffen Sie eine Auswahl.

Ihr wichtigstes Ziel

Was möchten Sie vor allem erreichen?

Bitte treffen Sie eine Auswahl.
Ihre erste Einschätzung

Sanierungs-Navigator Ergebnis

50

Empfohlene Reihenfolge

Aus der Einschätzung einen konkreten Plan machen

Welche Maßnahmen technisch und wirtschaftlich wirklich sinnvoll sind, sollte am Gebäude geprüft werden. Eine Energieberatung kann außerdem Fördermöglichkeiten und eine sinnvolle Reihenfolge klären.

Persönliche Energieberatung anfragen

Hinweis: Das Ergebnis ist eine vereinfachte Orientierung und ersetzt keine individuelle Energieberatung, Heizlastberechnung oder Förderprüfung.

Warum die richtige Reihenfolge bei einer Sanierung wichtig ist

Ein Gebäude funktioniert energetisch als Gesamtsystem. Deshalb sollten einzelne Maßnahmen möglichst nicht unabhängig voneinander geplant werden.

Wer beispielsweise zuerst eine neue Heizung einbauen lässt und einige Jahre später Fassade, Dach oder Fenster energetisch verbessert, kann feststellen, dass sich der Wärmebedarf des Gebäudes deutlich verändert hat. Eine frühzeitige Gesamtbetrachtung hilft dabei, solche Wechselwirkungen zu berücksichtigen.

Das bedeutet nicht, dass ein Haus immer vollständig saniert werden muss. Häufig ist eine schrittweise Modernisierung sinnvoll. Wichtig ist vor allem, die einzelnen Schritte aufeinander abzustimmen.

Welche energetischen Sanierungsmaßnahmen kommen infrage?

Je nach Gebäude können unterschiedliche Bereiche relevant sein.

Heizung modernisieren

Eine alte Heizungsanlage kann einen erheblichen Einfluss auf den Energieverbrauch haben. Vor einem Heizungstausch sollte jedoch geprüft werden, welche Heizleistung das Gebäude tatsächlich benötigt.

Gerade bei der Planung einer Wärmepumpe spielen unter anderem der Wärmebedarf, die vorhandenen Heizflächen und die erforderlichen Vorlauftemperaturen eine wichtige Rolle.

Eine Heizlastberechnung schafft hierfür eine wesentlich bessere Grundlage als eine reine Abschätzung anhand der bisherigen Heizungsgröße.

Dach oder oberste Geschossdecke dämmen

Über unzureichend gedämmte Bauteile kann Wärme verloren gehen. Je nach Aufbau des Gebäudes kann deshalb die Dämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke eine interessante Sanierungsmaßnahme darstellen.

Welche Lösung technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, muss am jeweiligen Gebäude beurteilt werden.

Fassade energetisch verbessern

Auch die Außenwände gehören zur thermischen Gebäudehülle. Bei älteren Gebäuden kann eine Verbesserung des Wärmeschutzes den Heizwärmebedarf reduzieren und gleichzeitig den Wohnkomfort erhöhen.

Ob eine Fassadendämmung sinnvoll ist und welches System infrage kommt, hängt unter anderem vom vorhandenen Wandaufbau und dem Zustand der Fassade ab.

Fenster erneuern

Moderne Fenster können Wärmeverluste reduzieren und den Wohnkomfort verbessern. Ein Fenstertausch sollte allerdings zusammen mit dem Zustand der übrigen Gebäudehülle betrachtet werden.

Durch dichtere Fenster verändert sich beispielsweise das Lüftungsverhalten eines Gebäudes. Deshalb sollte bei umfangreicheren Maßnahmen auch das Thema Feuchteschutz berücksichtigt werden.

Photovoltaik und eigener Strom

Eine Photovoltaikanlage kann einen Teil des Strombedarfs eines Haushalts decken. Besonders interessant wird die Kombination, wenn zusätzlich größere elektrische Verbraucher wie eine Wärmepumpe oder ein Elektrofahrzeug vorhanden sind.

Ein Stromspeicher kann den Eigenverbrauch zusätzlich beeinflussen. Ob und in welcher Größe er wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt jedoch vom individuellen Verbrauchsprofil ab.

Ist mein Haus für eine Wärmepumpe geeignet?

Diese Frage lässt sich nicht allein anhand des Gebäudealters beantworten.

Auch ältere Häuser können grundsätzlich für eine Wärmepumpe infrage kommen. Entscheidend ist vielmehr, unter welchen Bedingungen das Gebäude ausreichend beheizt werden kann.

Dabei spielen beispielsweise folgende Punkte eine Rolle:

  • energetischer Zustand des Gebäudes
  • benötigte Heizleistung
  • Größe und Art der Heizflächen
  • erforderliche Vorlauftemperatur
  • bisheriger Energieverbrauch
  • geplante weitere Sanierungsmaßnahmen

Deshalb ist es sinnvoll, die Wärmepumpe nicht isoliert zu betrachten, sondern in ein Gesamtkonzept für das Gebäude einzubeziehen.

Muss ich mein Haus komplett sanieren?

Nein. Eine energetische Sanierung kann auch Schritt für Schritt erfolgen.

Gerade wenn nicht alle Maßnahmen gleichzeitig umgesetzt werden sollen oder können, ist eine langfristige Planung hilfreich. So lässt sich beispielsweise festlegen, welche Maßnahme zuerst durchgeführt wird und welche Modernisierungen später folgen können.

Ein individueller Sanierungsfahrplan, kurz iSFP, kann hierfür eine strukturierte Grundlage schaffen. Dabei wird das Gebäude betrachtet und eine mögliche Sanierungsstrategie entwickelt.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für eine energetische Sanierung?

Für verschiedene energetische Maßnahmen können staatliche Förderprogramme infrage kommen. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen an der Gebäudehülle, bestimmte Heizsysteme oder eine professionelle Energieberatung.

Welche Förderung tatsächlich möglich ist, hängt von der jeweiligen Maßnahme, den technischen Voraussetzungen und den zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Förderbedingungen ab.

Besonders wichtig ist der richtige Zeitpunkt der Antragstellung. Bei vielen Förderprogrammen müssen bestimmte Schritte eingehalten werden, bevor mit einer Maßnahme begonnen beziehungsweise ein Auftrag verbindlich ausgelöst wird.

Deshalb sollte die Förderung möglichst bereits während der Planung geprüft werden.

Was bringt eine Energieberatung vor der Sanierung?

Eine qualifizierte Energieberatung betrachtet nicht nur eine einzelne Maßnahme, sondern das Gebäude als Ganzes.

Dabei können unter anderem Gebäudehülle, Heizung, Wärmebedarf und mögliche Sanierungsschritte miteinander abgestimmt werden. Ziel ist es, eine technisch sinnvolle Reihenfolge zu entwickeln und Fehlentscheidungen möglichst früh zu vermeiden.

Das ist besonders hilfreich, wenn Sie noch nicht wissen, ob beispielsweise zuerst die Heizung, die Fenster oder die Dämmung modernisiert werden sollte.

Von der ersten Einschätzung zum individuellen Sanierungskonzept

Der Sanierungs-Navigator gibt Ihnen einen schnellen ersten Überblick. Für konkrete Investitionsentscheidungen reicht ein Online-Check jedoch nicht aus.

Jedes Gebäude unterscheidet sich hinsichtlich Konstruktion, Nutzung, Heiztechnik und bereits erfolgter Modernisierungen. Eine belastbare Empfehlung sollte deshalb auf den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort und entsprechenden Berechnungen beruhen.

Thomas Rampf unterstützt Hauseigentümer seit mehr als 12 Jahren bei der energetischen Sanierung von Wohngebäuden. Mehr als 600 Sanierungsprojekte bilden dabei die praktische Grundlage für die Beratung.

Von der ersten energetischen Einschätzung über den individuellen Sanierungsfahrplan und die Heizlastberechnung bis zur energetischen Baubegleitung können die einzelnen Schritte aufeinander abgestimmt werden.

Sie möchten wissen, was bei Ihrem Haus wirklich sinnvoll ist?

Nutzen Sie zunächst den Sanierungs-Navigator für eine erste Einschätzung. Wenn Sie anschließend eine konkrete Sanierungsstrategie benötigen, können wir Ihr Gebäude individuell betrachten und die nächsten Schritte gemeinsam festlegen.

Energieberatung Rampf, unabhängig planen, sinnvoll sanieren.

Häufige Fragen zur energetischen Sanierung

Welche Sanierungsmaßnahme sollte zuerst durchgeführt werden?

Das hängt vom Zustand des Gebäudes ab. Gebäudehülle, Heizung und geplante spätere Maßnahmen sollten gemeinsam betrachtet werden. Eine allgemeingültige Reihenfolge gibt es deshalb nicht.

Lohnt sich eine energetische Sanierung bei einem älteren Haus?

Auch bei älteren Gebäuden können energetische Verbesserungen sinnvoll sein. Welche Maßnahmen wirtschaftlich und technisch infrage kommen, hängt vom konkreten Gebäude ab.

Kann ich mein Haus schrittweise sanieren?

Ja. Viele Gebäude werden über mehrere Jahre modernisiert. Wichtig ist, dass die einzelnen Maßnahmen möglichst aufeinander abgestimmt werden.

Brauche ich für eine Wärmepumpe zwingend eine Fußbodenheizung?

Nicht grundsätzlich. Auch andere ausreichend dimensionierte Heizflächen können geeignet sein. Entscheidend sind unter anderem die erforderlichen Vorlauftemperaturen und die Heizlast des Gebäudes.

Was ist ein individueller Sanierungsfahrplan?

Der individuelle Sanierungsfahrplan zeigt mögliche energetische Verbesserungen eines Gebäudes und kann eine sinnvolle Reihenfolge für eine schrittweise Sanierung darstellen.

Ersetzt der Sanierungs-Navigator eine Energieberatung?

Nein. Das Tool liefert eine erste Orientierung anhand Ihrer Angaben. Eine konkrete Planung, Förderprüfung oder technische Bewertung sollte individuell für das jeweilige Gebäude erfolgen.