Gesamtleistung der Anlage in kWp. Was sagt der Wert aus?
Die Gesamtleistung einer Photovoltaikanlage wird in Kilowattpeak, kurz kWp, angegeben. Sie beschreibt die Nennleistung aller installierten Solarmodule unter festgelegten Standard-Testbedingungen.
Je größer die installierte Leistung, desto mehr Solarstrom kann eine Anlage grundsätzlich erzeugen. Wie hoch der tatsächliche Jahresertrag ausfällt, hängt jedoch zusätzlich von Standort, Ausrichtung, Neigungswinkel, Verschattung und den technischen Eigenschaften der Anlage ab.
Wie wird die PV-Leistung in kWp berechnet?
Die Berechnung ist einfach. Dafür werden die Anzahl der installierten Solarmodule und deren jeweilige Nennleistung benötigt.
Anzahl der Module × Modulleistung in Wp ÷ 1.000 = Anlagenleistung in kWp
Ein Beispiel:
Auf einem Dach werden 24 Solarmodule mit jeweils 450 Wp installiert.
24 × 450 Wp = 10.800 Wp = 10,8 kWp
Die Photovoltaikanlage besitzt damit eine installierte Gesamtleistung von 10,8 kWp.
Werden auf demselben Dach beispielsweise 30 Module mit jeweils 450 Wp installiert, steigt die Anlagenleistung auf 13,5 kWp.
Was ist der Unterschied zwischen kWp und kWh?
Die Begriffe kWp und kWh werden bei Photovoltaikanlagen häufig verwechselt, beschreiben aber zwei unterschiedliche Dinge.
kWp steht für Kilowattpeak und gibt die Nennleistung der Photovoltaikanlage an.
kWh steht für Kilowattstunde und beschreibt eine Energiemenge. Damit wird beispielsweise angegeben, wie viel Solarstrom eine PV-Anlage innerhalb eines Tages, Monats oder Jahres tatsächlich erzeugt hat.
Eine Anlage mit 10 kWp erzeugt also nicht automatisch 10 kWh Strom. Die kWp-Angabe beschreibt zunächst nur ihre installierte Nennleistung.
Wie viel Strom erzeugt 1 kWp Photovoltaik im Jahr?
Für eine erste überschlägige Einschätzung wird in Deutschland häufig mit einem Jahresertrag in einer Größenordnung von etwa 800 bis 1.100 kWh je installiertem kWp gerechnet. Der tatsächliche Wert kann je nach Standort und Anlagenbedingungen darüber oder darunter liegen.
Eine gut gelegene 10-kWp-Anlage könnte damit beispielsweise grob in einer Größenordnung von 8.000 bis 11.000 kWh Solarstrom pro Jahr liegen.
Diese Spanne zeigt allerdings auch, warum eine reine Multiplikation der kWp-Leistung für eine genauere Planung nicht ausreicht.
Eine 10-kWp-Anlage auf einem gut ausgerichteten und unverschatteten Dach kann einen anderen Jahresertrag erreichen als eine Anlage gleicher Größe auf einem teilweise verschatteten Ost-West-Dach.
Ist eine größere PV-Anlage automatisch besser?
Eine höhere Gesamtleistung bietet grundsätzlich die Möglichkeit, mehr Solarstrom zu erzeugen. Trotzdem sollte die Anlagengröße zum Gebäude und zur verfügbaren Dachfläche passen.
Dabei würde ich nicht nur den heutigen Stromverbrauch berücksichtigen.
Eine Photovoltaikanlage wird über viele Jahre betrieben. In dieser Zeit kann sich der Strombedarf verändern. Eine später installierte Wärmepumpe, ein Elektroauto oder weitere elektrische Verbraucher können den Eigenverbrauch deutlich erhöhen.
Ist geeignete Dachfläche vorhanden, kann es deshalb sinnvoll sein, bereits bei der Planung etwas weiter vorauszudenken.
Gesamtleistung und Stromspeicher aufeinander abstimmen
Auch ein geplanter Batteriespeicher sollte nicht losgelöst von der PV-Leistung betrachtet werden.
Ein großer Speicher kann nur dann sinnvoll genutzt werden, wenn die Photovoltaikanlage genügend überschüssigen Solarstrom zur Verfügung stellt. Umgekehrt bedeutet eine große PV-Anlage nicht automatisch, dass auch ein besonders großer Batteriespeicher erforderlich ist.
Entscheidend sind das Verhältnis zwischen PV-Leistung, Stromverbrauch, Erzeugungsverlauf und Speicherkapazität.
Wie groß sollte meine Photovoltaikanlage sein?
Die passende Anlagenleistung lässt sich nicht allein anhand einer bestimmten kWp-Zahl festlegen.
Für eine realistische Dimensionierung sollten die nutzbare Dachfläche, Anzahl und Leistung der Solarmodule, Dachausrichtung, Neigungswinkel, Verschattung sowie der aktuelle und zukünftige Strombedarf gemeinsam betrachtet werden.
Mit unserem PV-Rechner können Sie diese Werte miteinander kombinieren. Aus Modulanzahl und Modulleistung wird zunächst die Gesamtleistung der Anlage in kWp ermittelt. Anschließend fließen die weiteren Bedingungen des Daches in die Abschätzung des möglichen Solarertrags ein.
So lässt sich wesentlich besser beurteilen, was beispielsweise eine Anlage mit 8, 10, 12 oder 15 kWp auf dem eigenen Dach tatsächlich leisten kann.


