Investitionskosten, was kostet eine Photovoltaikanlage?

Die Investitionskosten einer Photovoltaikanlage hängen stark von der Größe und Ausstattung des Systems ab. Neben den Solarmodulen gehören beispielsweise Wechselrichter, Montagesystem, Elektroinstallation und Inbetriebnahme zu den Kosten. Wird zusätzlich ein Batteriespeicher installiert, erhöht sich die Investition entsprechend.

Ein einfacher Preisvergleich anhand der Anlagenleistung reicht deshalb häufig nicht aus. Entscheidend ist, welche Leistungen und Komponenten im Angebot tatsächlich enthalten sind.

Welche Kosten gehören zu einer PV-Anlage?

Bei einer schlüsselfertigen Photovoltaikanlage können verschiedene Kostenpositionen zusammenkommen.

Typischerweise gehören dazu:

  • Solarmodule
  • Wechselrichter
  • Montagesystem und Unterkonstruktion
  • elektrische Komponenten
  • Montage auf dem Dach
  • Elektroinstallation
  • Anschluss und Inbetriebnahme
  • Mess- und gegebenenfalls Energiemanagementtechnik

Je nach Gebäude können weitere Arbeiten erforderlich sein. Dazu können beispielsweise Anpassungen an der bestehenden Elektroinstallation oder am Zählerschrank gehören.

Deshalb können zwei Angebote mit identischer PV-Leistung preislich deutlich voneinander abweichen.

Wie beeinflusst die Anlagengröße die Investitionskosten?

Mit zunehmender Anzahl der Solarmodule steigen zunächst die Gesamtkosten der Anlage.

Der Preis wächst allerdings nicht zwangsläufig im gleichen Verhältnis wie die installierte Leistung. Einige Kosten entstehen unabhängig davon, ob beispielsweise 15 oder 25 Module montiert werden.

Aus diesem Grund kann eine größere Photovoltaikanlage bezogen auf die installierte Leistung wirtschaftlich interessant sein.

Eine Anlage ausschließlich kleiner zu dimensionieren, um die anfänglichen Investitionskosten zu reduzieren, sollte deshalb sorgfältig geprüft werden.

Was kostet ein Batteriespeicher zusätzlich?

Ein Batteriespeicher ist eine zusätzliche Investition und sollte bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung getrennt betrachtet werden.

Die Kosten hängen unter anderem von der nutzbaren Speicherkapazität, dem verwendeten Batteriesystem und der technischen Einbindung ab.

Ein größerer Speicher kann zwar den Eigenverbrauch und den Autarkiegrad erhöhen, verursacht aber gleichzeitig höhere Anschaffungskosten.

Für die Planung ist deshalb nicht entscheidend, den größtmöglichen Speicher einzubauen. Sinnvoller ist eine Speicherkapazität, die zur PV-Anlage und zum tatsächlichen Verbrauchsprofil passt.

Warum reicht der Preis pro kWp nicht für einen Vergleich?

Der Preis pro installiertem Kilowattpeak kann eine erste Orientierung bieten. Für einen vollständigen Angebotsvergleich ist diese Kennzahl allein jedoch zu wenig.

Unterschiede können beispielsweise bei Modulen, Wechselrichter, Speicher, Garantien, Montagesystem oder den enthaltenen Elektroarbeiten bestehen.

Auch die baulichen Voraussetzungen spielen eine Rolle. Eine unkomplizierte Dachfläche kann einen anderen Montageaufwand verursachen als ein Dach mit mehreren Ebenen, Gauben oder schwer zugänglichen Bereichen.

Deshalb sollte nicht nur der Endpreis verglichen werden, sondern immer auch der tatsächliche Leistungsumfang des Angebots.

Investitionskosten und Stromkostenersparnis gemeinsam betrachten

Die Investitionskosten sagen allein noch wenig darüber aus, ob sich eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich sinnvoll betreiben lässt.

Dafür müssen den Anschaffungskosten die zukünftigen finanziellen Vorteile gegenübergestellt werden.

Dazu gehören insbesondere die vermiedenen Strombezugskosten durch Eigenverbrauch sowie mögliche Einnahmen aus der Einspeisung.

Ein Beispiel: Zwei Anlagen können unterschiedlich viel kosten, gleichzeitig aber auch unterschiedlich viel Solarstrom erzeugen. Die günstigere Anlage muss deshalb über die gesamte Nutzungsdauer nicht automatisch die wirtschaftlichere Variante sein.

Wärmepumpe und Elektroauto bei der Planung berücksichtigen

Wer zukünftig eine Wärmepumpe betreiben oder ein Elektroauto zu Hause laden möchte, sollte diesen zusätzlichen Strombedarf bereits bei der Anlagenplanung berücksichtigen.

Eine etwas größere PV-Anlage kann dadurch langfristig interessanter werden, auch wenn die anfänglichen Investitionskosten höher ausfallen.

Das gilt besonders dann, wenn ausreichend geeignete Dachfläche vorhanden ist und zukünftig mehr selbst erzeugter Solarstrom direkt genutzt werden kann.

Welche Investitionskosten sollte ich im PV-Rechner eingeben?

Liegt bereits ein konkretes Angebot vor, sollte möglichst der tatsächliche Gesamtpreis der geplanten Anlage verwendet werden.

Wichtig ist, dass bei Vergleichen immer dieselben Kostenbestandteile berücksichtigt werden. Wird beispielsweise eine Variante mit Batteriespeicher berechnet, müssen dessen Kosten in der Gesamtinvestition enthalten sein.

Unser PV-Rechner stellt die Investitionskosten den erwarteten finanziellen Vorteilen der Photovoltaikanlage gegenüber.

Dadurch lässt sich besser beurteilen, wie sich unterschiedliche Anlagengrößen, Batteriespeicher und Verbrauchssituationen auf die Wirtschaftlichkeit auswirken.

Denn für eine fundierte Entscheidung zählt nicht allein die Frage „Was kostet die Photovoltaikanlage?“, sondern ebenso: „Was leistet die Anlage über viele Jahre für meinen eigenen Stromverbrauch?“

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