Leistung der einzelnen PV-Module. Wie viel Wattpeak ist sinnvoll?

Die Leistung eines PV-Moduls wird in Wattpeak, kurz Wp, angegeben. Dieser Wert beschreibt die elektrische Nennleistung, die das Modul unter festgelegten Standard-Testbedingungen erreicht. Er ermöglicht es, unterschiedliche Solarmodule miteinander zu vergleichen.

Ein Modul mit 450 Wp besitzt beispielsweise eine Nennleistung von 0,45 kWp. Werden 20 dieser Module installiert, ergibt sich daraus eine gesamte Anlagenleistung von 9 kWp.

Dabei sollte Wattpeak nicht mit dem tatsächlichen Jahresertrag verwechselt werden. Ein Modul mit 450 Wp erzeugt nicht automatisch 450 Watt zu jeder Tageszeit. Die momentan verfügbare Leistung verändert sich unter anderem mit Sonneneinstrahlung, Temperatur, Ausrichtung, Neigungswinkel und Verschattung.

Wie viel Leistung haben moderne Solarmodule?

Bei Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern werden heute häufig Module im Bereich von ungefähr 430 bis 500 Wp eingesetzt. Es gibt auch Module mit höheren Leistungen. Die Wattzahl allein sagt allerdings noch nicht aus, welches Modul für ein bestimmtes Dach die beste Wahl ist.

Interessant wird die Modulleistung vor allem dann, wenn die verfügbare Dachfläche begrenzt ist.

Passen beispielsweise nur 20 Module auf das Dach, ergeben sich deutliche Unterschiede:

20 × 430 Wp = 8,6 kWp
20 × 450 Wp = 9,0 kWp
20 × 500 Wp = 10,0 kWp

Bei gleicher Modulanzahl kann somit eine höhere Modulleistung zu einer größeren installierten PV-Leistung führen.

Mehr Wattpeak bedeutet nicht automatisch das bessere Modul

Bei der Auswahl würde ich deshalb nicht ausschließlich auf eine möglichst hohe Wattzahl achten.

Ein leistungsstärkeres Modul kann beispielsweise auch größere Abmessungen besitzen. Entscheidend ist daher, wie viel Leistung tatsächlich auf der verfügbaren Dachfläche installiert werden kann.

Auch Wirkungsgrad, Abmessungen, Temperaturverhalten, Produkt- und Leistungsgarantien sowie die langfristige Leistungsentwicklung des Moduls gehören zu einer vernünftigen Bewertung.

Für die Planung ist deshalb die Frage „Wie viel Watt hat das Modul?“ allein zu kurz gegriffen.

Interessanter ist:

Wie viel PV-Leistung kann ich mit diesen Modulen auf meiner tatsächlich nutzbaren Dachfläche installieren?

Wattpeak und Kilowattpeak einfach umrechnen

Die Umrechnung ist unkompliziert:

1.000 Wattpeak (Wp) = 1 Kilowattpeak (kWp)

Bei 24 Solarmodulen mit jeweils 450 Wp ergibt sich beispielsweise:

24 × 450 Wp = 10.800 Wp = 10,8 kWp

Diese 10,8 kWp beschreiben die Nennleistung der gesamten Photovoltaikanlage. Wie viele Kilowattstunden Strom daraus im Jahr tatsächlich entstehen, hängt anschließend von den Bedingungen am Gebäude und am Standort ab.

Was beeinflusst den tatsächlichen Ertrag eines PV-Moduls?

Zwei identische Solarmodule können im Laufe eines Jahres unterschiedlich viel Strom erzeugen. Entscheidend sind die Bedingungen, unter denen sie arbeiten.

Dazu gehören vor allem die Sonneneinstrahlung am Standort, die Ausrichtung und Neigung der Module, mögliche Verschattung sowie die Modultemperatur. Auch Verluste im Gesamtsystem müssen bei einer realistischen Ertragsberechnung berücksichtigt werden.

Genau deshalb lässt sich aus der Wattpeak-Angabe allein noch kein verlässlicher Jahresertrag ableiten.

Welche Modulleistung passt zu meinem Dach?

Bei großen, gut nutzbaren Dachflächen besteht häufig mehr Freiheit bei der Auswahl der Module. Ist die Fläche dagegen knapp oder durch Dachfenster, Gauben und Schornsteine unterbrochen, kann eine hohe Leistung auf möglichst wenig Fläche besonders interessant werden.

Ich würde deshalb immer die gesamte Dachbelegung betrachten und verschiedene Varianten miteinander vergleichen.

Mit unserem PV-Rechner können Sie die Leistung eines einzelnen Solarmoduls zusammen mit der Modulanzahl eingeben. Daraus wird die installierte Gesamtleistung der Photovoltaikanlage berechnet und für die weitere Ertragsabschätzung berücksichtigt.

So lässt sich schnell erkennen, welchen Unterschied beispielsweise 430, 450 oder 500 Wp pro Modul bei derselben Modulanzahl tatsächlich ausmachen.

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